jesaja.net WICOM steht für einen vollständig störungsfreien Arbeitsprozess eines niedergelassenen Arztes im Zusammenhang mit Krankenhauseinweisungen und der Verwaltung daraus entstehender Patienteninformationen.
WICOM steht für “Workflow Integrated Communication”.
WICOM bedeutet, dass niedergelassene Ärzte im Zusammenhang mit Krankenhauseinweisungen ihren gesamten Handlungsablauf aus ihren Routineprozessen heraus erledigen können. Explizite - und störende - Zusatzmaßnahmen werden bei diesem Ansatz minimiert oder gänzlich vermieden.
Szenario ohne WICOM
Eine Praxis möchte im Zusammenhang mit einer bevorstehenden Krankenhausbehandlung eines Patienten Vorbefunde an das weiterbehandelnde Krankenhaus senden. Dazu muss das Praxisteam heute häufig folgende oder ähnliche Schritte durchführen:
1. Die Verordnung einer Krankenhausbehandlung wird im Arztinformationssystem durchgeführt.
2. Die benötigten Befunde müssen aus dem Arztinformationssystem der Praxis exportieren werden.
3. Diese Befunde werden dann in PDF-Dateien umgewandelt.
4. Die PDF-Dateien werden einzeln über ein sicheres Upload-Formular des Krankenhauses oder über eine gesicherte Email-Verbindung übertragen. [1]
Diese Vorgehensweise erfordert hohen manuellen Aufwand und EDV-Kenntnisse, die über die Bedienung der Arztinformationssysteme hinausgehen. Das Resultat wird eine geringe Akzeptanz bei den Ärzten und den Praxisteams sein.
Szenario mit WICOM
In einem ausgereiften WICOM-Szenario wird das Praxisteam vom Arztinformationssystem konsequent unterstützt.
Dies kann beispielsweise so aussehen:
1. Im Rahmen der Verordnung einer Krankenhausbehandlung werden die möglichen Krankenhäuser vorgeschlagen.
2. Dem Arzt wird eine Liste der aktuell vorliegenden Daten aus seiner elektronischen Karteikarte als Vorschlag dargestellt. Er kann diejenigen Daten, die an das Krankenhaus übermittelt werden auswählen und der Übertragung zustimmen.
Dieser Prozess beschränkt sich auf die Auswahl medizinisch relevanter Daten und schirmt EDV-technische Abläufe komplett vor dem Benutzer ab.
In der Kommunikation zwischen Arztpraxis und Krankenhaus gibt es eine Reihe typischer Kommunikationsanlässe:
- Verordnung einer Krankenhausbehandlung mit Übergabe von Fragestellung und Vorbefundsituation.
- Terminkoordinierung
- Aktive Information des niedergelassenen Behandlers (Statusänderungen, Dokumente wie z.B. OP-Bericht, Tumordokumentation, …)
- Aktive Information über die Entlass-Situation
- Übergabe der Dokumentation an den weiterbehandelnden niedergelassenen Arzt (Kurzentlassbrief, Befunde, Entlassdiagnose, Anschlussmedikation etc.)
In diesen Arbeitsschritten kann WICOM durch z.B. Vorbereitung der Krankenhausbehandlung, Auswahl eines geeigneten Krankenhauses, Terminkoordinierung, Vorbefundversand, elektronische Krankenhauseinweisung, vollautomatischer Empfang abonnierter Daten und vieles mehr zu einem sehr effizienten Workflow verhelfen.
[1]Jedes Krankenhaus wird an dieser Stelle ein eigenes Verfahren anbieten. Den Praxismitarbeitern müssen somit die Verfahren für die Übertragung jeweils bekannt sein.